Sessionbericht und Fortschritte bei KI-basierten Automatisierungsprojekten
In der Session berichten mehrere Teilnehmende über ihre Fortschritte bei individuellen KI-basierten Projekten, darunter Automatisierung von Rechercheprozessen, Website-Entwicklung mit Lovable und Erstellung interaktiver Tools. Die Moderatoren geben technische Hinweise zur Nutzung von Zoom und Aufzei
Im Rahmen eines Implementation Days berichteten Teilnehmende von ihren Fortschritten bei KI-gestützten Automatisierungsprojekten. Thematisch ging es um Recherche-Automatisierung, die Entwicklung interaktiver Web-Tools mit Lovable sowie um technische Herausforderungen bei der Nutzung von Zoom für Online-Sessions. Ziel war ein fokussiertes Arbeiten an individuellen Use Cases mit Begleitung durch Moderatoren.

Kontext und Ablauf des Implementation Days
Am Implementation Day versammelte sich eine heterogene Gruppe von Teilnehmenden, die an verschiedenen Projekten rund um KI-unterstützte Automatisierung und Webentwicklung arbeiten. Die Session zeichnete sich dadurch aus, dass die Teilnehmenden in Einzel- oder Kleingruppen parallel an ihren individuellen Use Cases arbeiteten. Die Moderatoren unterstützten sie dabei erfahrungsbasiert und standen bei Herausforderungen technisch zur Seite. Ein zentrales Anliegen war, den Teilnehmenden ausreichend Zeit und Raum zu geben, um gezielt an ihren eigenen Projekten weiterzukommen, ohne Ablenkungen durch umfangreiche Präsentationen oder theoretische Ausführungen.
Die technische Begleitung umfasste Hinweise zur Nutzung von Zoom-Features, insbesondere zu Breakout Rooms, Hilfefunktionen und Aufzeichnungsoptionen. Aufgrund von Beschränkungen des Tools konnte nur der Hauptraum zentral aufgezeichnet werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten jedoch die Möglichkeit, eigenständig in ihren Breakout-Räumen Aufzeichnungen zu starten und zu steuern. Dies erforderte allerdings jeweils die explizite Freigabe der Aufzeichnung durch die Moderatoren, da Zoom hier kürzlich die Rechteverwaltung geändert hat.
Das organisatorische Setting sah wiederholte Treffpunkte während des Tages vor: Einmal kurz vor der Mittagspause und am Nachmittag für eine gemeinsame Feedback-Runde. Zwischenzeitlich konnten Hilferufe über einen speziellen Button in den Breakout Rooms abgesetzt werden, um bei Hürden direkt Unterstützung zu bekommen.
Projekte im Fokus: Automatisierung von Recherche und Kontaktmanagement
Markus berichtete, dass er an zwei Projekten arbeitet. Vormittags gelang es ihm, eine Automatisierung so aufzusetzen, dass jeden Montag Informationen zu seinem Thema eigenständig recherchiert werden. Aus drei Vorschlägen wird dann eine Auswahl getroffen, die weiterverarbeitet und in Form von Blogeinträgen, Newslettern und LinkedIn-Posts veröffentlicht werden kann. Der Automatisierungsprozess ist zwar noch nicht vollständig vollautomatisch – insbesondere das Veröffentlichen der Inhalte braucht noch einen Schritt –, befindet sich aber auf einem guten Weg.
Im zweiten Projekt geht es um die automatisierte Generierung von Kontaktdaten potenzieller Kunden aus dem Internet. Hier nutzt Markus ein Tool namens Manus, das sich in seiner Recherchequalität und Echtzeitfähigkeit als überlegen gegenüber anderen KI-Anwendungen erwiesen hat. Dieses Tool durchsucht online verfügbare Quellen und gleicht Daten turnusmäßig auf Aktualität ab. Dadurch lassen sich Adressbücher automatisch pflegen und die Leads nach Kategorien sortieren, was eine gezieltere Marketingansprache ermöglicht. Markus experimentiert zudem mit Automatismen, die passende Neuigkeiten zu Kontakten sammeln, um die persönliche Ansprache relevanter zu gestalten. Die Idee ist, bei der Kundenansprache nicht nur kalte Daten zu nutzen, sondern aktuelle Anlässe und Ereignisse als Gesprächsöffner einzubinden.
Die Herausforderung liegt insbesondere darin, dass diese Automatisierung des Recherche- und Kontaktmanagements „im Hintergrund“ zuverlässig laufen und die Ergebnisse turnusmäßig abgerufen werden können – idealerweise als V-Cards oder in vergleichbaren Formaten, die direkt weiterverwendet werden können.
Interaktive Tools und Websiteentwicklung mit Lovable
Verena arbeitet an der Entwicklung eines interaktiven Tools für ihre Website, das Interessenten einen Einblick in die Kostenstruktur und den Aufwand einer Tanzsportkostüm-Produktion geben soll. Ziel ist es, potenzielle Kundinnen und Kunden davon zu überzeugen, warum eine individuelle Anfertigung ihren Preis wert ist – konkret mit dem Fokus, „Einwände zu entkräften“ und Transparenz zu schaffen.
Das Tool wurde in enger Zusammenarbeit mit ChatGPT und der KI-basierten Webentwicklungslösung Lovable erstellt. Verena hat bereits eine erste Version programmiert und überarbeitet diese aktuell noch, um die Darstellung optisch und inhaltlich zu verfeinern. So geht sie zum Beispiel die Platzhalter-Bilder durch, die sie notgedrungen auf dem Arbeitslaptop eingefügt hatte, und plant typografische Anpassungen für bessere Lesbarkeit. Das Tool führt Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch Argumentationspunkte, wobei die Elemente so gestaltet sind, dass sie aktiv gelesen und nicht nur überflogen werden.
Inhaltlich wird unter anderem auf Individualität der Anfertigung, Passform und die Qualität der Schnitttechnik eingegangen. Verena plant als nächste Schritte, multimediale Elemente hinzuzufügen, etwa Videos, die die Kostüme in der Bewegung zeigen – hier ist eine Kombination mit Text-to-Video-KI-Tools, wie Heygen, angedacht.
Karen berichtet von gemischten Erfahrungen: Anfangs hatte sie Schwierigkeiten mit dem Style Guide von Lovable, nahm dann aber hilfreiche Tipps auf, die zu einer komplett neu angelegten Projektstruktur führten, die nun übersichtlich und gut handhabbar ist. Sie ist mit ihren ersten Tageszielen vorangekommen, sucht aber noch nach einer geeigneten Richtung, ob sie nun weitere Webelemente wie Kalender- und Termintools bauen oder sich vertieft mit Automatisierungslösungen beschäftigen soll. Die Empfehlung war klar: besser neue Projekte anlegen und diese sauber voneinander trennen, anstatt Remix-Funktionen zu nutzen, die sich oft als hinderlich erweisen.
Produktivitätstools und Aufgabenmanagement
Sandra hat sich intensiv mit Setup-Aufgaben für ein anstehendes September-Projekt beschäftigt und ist dabei erfolgreich weit gekommen. Installationen von Servern, Betriebssystemen sowie der Aufbau einer Kommandozentrale waren die techniklastigen Schwerpunkte ihres Arbeitstags. Trotz des frühen Abschieds war sie mit ihrem Modul-1-Setup nahezu fertig und plante, im weiteren Verlauf den Fokus auf Projektagenten und Automatisierungen zu legen.
Karen hat ein individuelles Aufgabenmanagementsystem nach der Methode Getting Things Done (GTD) entwickelt. Dabei zeigte sie mehrere Anwendungssichten auf: eine Inbox für Eingaben, ein Dashboard zur Priorisierung offener Punkte, eine Listenansicht nach Projekten und eine "Heute-Ansicht" mit Deadlines. Besonderheit ist die Integration von KI, die im Hintergrund hilft, Aufgaben zu klären und Vorschläge zu machen, was zwischendurch erledigt werden kann. Karen plant, das System um eine Verknüpfung mit Outlook zu erweitern, um auch Termine berücksichtigen zu können – ein Schritt, der allerdings noch an den fehlenden Adminrechten scheitert. Das Ampelsystem zur Steuerung der täglichen Arbeitszeit soll helfen, realistische Ziele zu setzen und Frustration durch Überlastung vorzubeugen.
Videoproduktion und Hosting-Herausforderungen
Peter hat an seiner Website gearbeitet, insbesondere an einer Sales-Page mit Lovable, und parallel Textinhalte mit Claude, einem KI-Modell, erstellt. Ein offener Punkt bleibt das Hosting und die Veröffentlichung der Webseite unter der eigenen Domain, wo noch Klärungsbedarf besteht. Außerdem beschäftigt er sich mit der Produktion von Lehrvideos aus Textvorlagen, wobei er mit verschiedenen Tools wie Synthesia und Heygen experimentiert. Die Empfehlung zur Wahl fiel auf Heygen, da dieses Tool in der Bedienung einfacher sein soll und schneller weiterentwickelt wird. Der Umgang mit diesen KI-gestützten Video-Generatoren bleibt ein typisches Beispiel für die Balance zwischen Kompetenzaufbau, technischer Hürde und Auswahl der richtigen Lösung.
Technische Rahmenbedingungen und Tool-Unterstützung
Die Moderatoren betonten mehrfach die Bedeutung der Zoom-Funktionen für die Zusammenarbeit: Breakout Rooms ermöglichen fokussiertes Arbeiten, ein Hilferuf-Button sorgt für schnelle Unterstützung, und sowohl eine zentrale als auch dezentrale Aufzeichnungsoption ist vorhanden. Verlässliche Organisation der Session-Links und reibungslose Zugänge wurden ebenfalls als wichtig hervorgehoben.
Auch das Zusammenspiel verschiedener KI-Werkzeuge war ein wiederkehrendes Thema: Während Lovable eine Plattform für Webentwicklung bietet, kamen spezialisierte Tools wie Manus für Echtzeitrecherchen, Claude für die Textgenerierung oder Heygen für Videoerstellung zum Einsatz. Die Teilnehmer zeigten Einblick in ihre Praxis mit diesen Komponenten und lernten gegenseitig anhand der Fortschritte und Tipps.
Fazit und praktische Konsequenzen
Der Implementation Day hat gezeigt, wie vielfältig KI-gestützte Automatisierung und Webentwicklung in der Praxis eingesetzt werden können. Von der Recherche bis zur Kundenansprache, von Webtools bis zu Videoproduktion – die Bandbreite der Use Cases ist groß und die Prozesse sind oft modular und iterativ angelegt.
Wichtig ist dabei:
- Fokussiertes Arbeiten an individuellen Projekten funktioniert gut, wenn klare Zeitfenster und technische Hilfsmittel (Breakout Rooms, Hilferufe) bereitstehen.
- Vielfältige KI-Tools ergänzen sich, wobei spezialisierte Lösungen (z.B. Manus für das Echtzeit-Internet-Screening) deutliche Vorteile bieten gegenüber generischen KI-Modellen.
- Bei Webprojekten lohnt sich eine saubere Struktur mit separaten Projekten und klaren Metadaten statt remixter Ansätze. Das erleichtert die Pflege und den späteren Ausbau der Anwendungen.
- Automatisierungen im Hintergrund sind das Ziel, sie benötigen aber Zeit und Tests. Das Zusammenspiel von Recherche, Verarbeitung, Veröffentlichung und Marketingansprache muss pragmatisch erfolgen.
- Aufgabenmanagementsysteme mit KI-Unterstützung können helfen, den Überblick und den Fokus zu verbessern, individuell angepasst an Zeitressourcen und -präferenzen.
Für die Praxis heißt das: Erfolgreiche KI-Automatisierungsprojekte erfordern neben technischem Know-how vor allem eine klare Struktur, iteratives Testen und die Bereitschaft, verschiedene Tools miteinander zu verbinden. Regelmäßige Sessions wie der Implementation Day sind dafür geeignete Formate, um den Fortschritt nachhaltig zu sichern und Herausforderungen zeitnah zu lösen.